What?! Already Dezember?! Nach über 3 Wochen schaffen wirs endlich wieder, einen Blogeintrag zu machen, sind aber gerade eher am Sprung, daher werde ich etwas weniger ausführlich berichten, was geschehen ist:
In La Paz haben wir noch ein paar gemütliche Tage mit unserer superlieben Couchhosterin Raquel verbracht. Wir besuchten sie beim Bauchtanzkurs (wie sich diese Frauen bewegen können- Wahnsinn!) am Strand, gingen gemeinsam Essen, kochten für uns alle, spielten Karten, tranken definitiv zu viel Mezcal (schmeckt wie besserer Tequila) und konnten mit ihr über alles mögliche quatschen. Was für eine liebe, quirrlige und offene Person. Untertags verbrachten Maxi und ich die Zeit an den wunderschönen Stränden von Baja, verbrannten innerlich, nachdem wir einen Haufen Guacamole auf unsere allerersten richtigen Tacos aßen, was sich als Salsa verde herausstellte und am Tag vor unserer Weiterreise überwand ich mich und wir schnorchelten im tiefen Meer mit Wahlhaien!! Was für ein Erlebnis! So wunderschöne, friedliche, bis zu 10 Metern große Tiere! Nur schade, dass sie leider von vielen Touristen mehr oder weniger verfolgt werden… Am Freitag, den 18. November verabschiedeten wir uns von Raquel, die uns gleich noch Couchhosts in Ensenada organisierte. Mit Zelt, Essen und genügend Wasser starteten wir unsere Low-Budget-Reise 1500 Kilometer weiter an die mexikanische Grenze zu San Diego. In Baja de California autozustoppen war mehr als nur einfach. An der zweispurigen, einzigen Straße hielt jedeR an, der uns ein Stück mitnehmen konnte. Ganz viele unterschiedliche Menschen durften wir kennenlernen, von unserem einheimischen Truckfahrer Luis angefangen, mit dem wir uns wunderbar auf Spanisch unterhielten (er fragte uns sogar, wo wir Spanisch gelernt haben!! :)), über den US-amerikanischen John, der uns väterlich umsorgte und den US-Migranten aus China namens Bin mit seinem Sohn, die uns über 400 Kilometer mitnahmen. Mit Bin hatten wir wohl die spannenste Unterhaltung, weil wir total konträre Meinungen hatten (Trump-Wähler, Waffenbefürworter), aber uns dennoch sehr respektvoll unterhielten und jedeR versuchte, den anderen zu verstehen. Aber auch viele andere Frauen, Männer und Familien nahmen uns mit und erleichterten uns unsere Reise. Wir übernachteten an einsamen Sandstränden mit türkisem klaren Wasser, an einem Campingplatz, der uns glauben ließ, dass wir bereits in den USA sind (so viele Gringos!) und hatten eine unglaubliche Zeit! 10 Tage lang waren wir mit Daumen und Zelt unterwegs, lernten viele neue interessante Menschen kennen, lasen etliche Bücher und entspannten in der mexikanischen Sonne, oder machten Lagerfeuer in der Nacht. Dann kamen wir weiter in den Norden und das Wetter änderte sich schlagartig. Kälte, Wind und keine Schlafsäcke. So harrten wir noch eine Nacht mit Haube und Schal im Zelt aus und beschlossen, dass wir weiter nach Ensenada trampen, wo uns ein superlieber Couchhost namens Diego kurzerhand für 4 Tage aufnahm. Wir unternahmen viel mit Diego: Kino, ausgehen, Essen gehen, Knödel für Diego kochen, Karten spielen etc. Ein unglaublich lieber Mensch, den wir jetzt schon vermissen, der uns aber vielleicht in Österreich besuchen kommt. Als wir bei ihm unsere Tage verbrachten, musste ich leider erfahren, dass mein Opa verstorben war… Obwohl es für meinen Opa wohl eine Erlösung war und er ohne Schmerzen einschlafen konnte, stimmte mich vor allem die Tatsache traurig, dass ich seit unserer Abreise keinen direkten Kontakt mehr mit ihm hatte, abgesehen von Postkarten und ich jetzt nicht mit meiner Familie von ihm Abschied nehmen kann. Aber ich weiß, dass es nichts daran ändern würde, wenn ich meine Reise jetzt abbrechen würde. Und ich werde mich auch hier verabschieden. Ruhe in Frieden, Opa!
Nachdem ich mich wieder etwas erholt hatte, wechselten wir unseren Couchhost und gingen zu Hugo, den wir über Raquel kennenlernten. Er und seine Freundin Beba nahmen uns in ihr Haus auf, obwohl sie ein unglaublich stressiges Leben haben, und nahmen sich Zeit für uns. Wir besuchten das Zentrum von Ensenada, das sehr schön ist und viel zu bieten hat. Zu meinem 24. Geburtstag am 3. Dezember schenkte mir Maxi einen wunderschönen Tag mit einer halbtägigen Weinreise, die uns etwas beschwipst zurückkommen ließ und leckerem Essen in Hugos Restaurant, sowie einer lustigen Nacht inklusive traditioneller mexikanischer Band in einer Cantina (so chaotisch! :)) und vielem Tanzen mit unseren Couchhosts und Diego. Bis spät in die Nacht tanzten wir, bevor wir nach ein paar Stunden Schlaf das Wahlergebnis in Österreich mitverfolgten und erleichtert waren. Am 5. Dezember verabschiedeten wir uns, packten unsere Sachen und trampten an die Grenze, die wesentlich heruntergekommener aussieht, als wir dachten. Über 1,5 Stunden warten, dann eine kurze Kontrolle, von der wir beide eher unbeeindruckt waren und mit dem Trolley in die Innenstadt San Diegos, wo uns Maxis Großtante Tania herzlich begrüßte und zu seinem Großonkel Sascha und seiner Frau Susan chauffierte. Hier leben wir jetzt für die nächsten paar Tage mit den so lieben Verwandten von Maxi zusammen, die uns umsorgen. Gestern besuchten wir ein Aquarium und redeten und redeten mit Tania, am Abend bekochten uns Susan und Sascha und wir spielten zusammen. Nächste Woche wollen wir uns ein Auto mieten und damit ein bisschen nach San Francisco, Arizona etc. reisen. Wir halten euch am Laufenden, was sich ergibt 🙂
Danke an alle lieben Menschen, die wir in den letzten Wochen kennenlernen durften! Und an unsere Lieben zu Hause oder wo auch immer ihr gerade seid: Wir wünschen euch allen eine schöne Adventzeit, dass ihr euch Zeit nehmen könnt, um sie zu genießen und um unseren Blog zu lesen. Fühlt euch gedrückt! xoxo Maxi und Rafi











































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