Schönheiten und Abgründe tun sich uns auf und verschlingen uns mit ihrer Enormheit und ihrer Vielfalt. Wir wollen die Momente einfangen und sie festhalten, aber sehen uns von Neugier und Eile getrieben. Nichts und alles wollen wir.
Wie können wir schon die große weite Welt begreifen, oder einen Teil von ihr, wenn wir nicht einmal unsere eigene kleine Welt begreifen. Vertieft in Träumereien der Zukunft und Gesprächen über das, warum wir schon immer weg wollten und dass wir nicht genau wissen, wohin wir wollen, nur dass wir Veränderung wollen. Für uns und den Rest.
Es war nicht die Langeweile, die uns angetrieben hat und auch nicht, dass wir glaubten, etwas besseres, schöneres finden zu können und hier unsere Zelte aufzuschlagen. Alleine begreifen wollen wir und Dinge anders sehen, um nicht nichts zu verstehen und Urteile über jenes zu fällen, was uns fremd und eigenartig erscheint.
Und während die Eindrücke über uns hereinbrechen und uns verschlingen, hoffen wir, dass unsere Welten zu Hause heil bleiben, solange wir nicht wirklich da sein können. Wir hoffen, dass alles, was daheim in Sorgen liegt, wieder gut wird und wir uns nicht länger schuldig fühlen müssen, weil wir weg sind. Aber nicht nur die Schuld tragen wir mit uns, auch die Angst und das schlechte Gewissen.Denn ist es nicht das, was wir alle wollen? Unseren Liebsten beistehen, wenn es nicht aufhört zu stürmen?
Doch wir sind hier und es ist gut so und wir genießen unser Abenteuer, wenn auch erst seit kurzem. Wir hoffen auf Wunder und versuchen zu begreifen, warum sie nicht schon geschehen sind.


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